Weil auch Alkohol nicht verboten ist, denkt die rot-grüne Landesregierung über eine Lockerung des Hasch-Verbots nach. Eine krude Logik. Verdienstvoll, dass die Polizeigewerkschaft GdP und der Bund Deutscher Kriminalbeamter jetzt unisono vor diesem Schritt und der Verharmlosung des Cannabis-Konsums eindringlich warnen.
Die Zahl der Unfallfahrer unter Hasch-Einfluss ist in den letzten Jahren immer weiter angestiegen. Verkehrsexperten wissen, dass die meist jungen Konsumenten zu einem ernstzunehmenden Risikofaktor geworden sind. Das trifft natürlich ebenso auf alkoholisierte Fahrer zu. Deshalb auch wurde die Promillegrenze zuletzt immer weiter abgesenkt.
Laut Sozialministerin Cornelia Rundt (SPD) sei eine Vereinheitlichung der straffreien Cannabis-Menge mit anderen Ländern wie NRW, Rheinland-Pfalz und Berlin angestrebt, wo zehn statt sonst sechs Gramm erlaubt sind.
Warum sich die drei Abweichler-Länder nicht der großen Mehrheit anpassen sollen, bleibt rätselhaft.
