Die Elektromobilität in Deutschland bleibt weit hinter den Zielen zurück. Im gigantischen deutschen Autobestand gab es zum Jahresanfang noch nicht einmal 20 000 Elektroautos. Sicher, die Zahl wuchs binnen Jahresfrist um mehr als 50 Prozent; doch dies erfolgte von einen überaus mickrigen Niveau aus. Längst ist das einst von der Bundesregierung propagierte Ziel, bis 2020 rund eine Million E-Mobile auf den Straßen zu haben, in weite Ferne gerückt.

Das hat viele Gründe. Dazu zählen hohe Preise, geringe Reichweiten, lange Ladezeiten, die Vielfalt bei technischen Standards. Vor allem aber gilt es bisher nicht als chic, mit einem Elekroflitzer vorzufahren. Die Deutschen schippern lieber in ihren bewährten Karossen umher.

Das kann sich, vom Ausland als Trend kommend, aber schnell ändern. Die Hersteller sollten auf der Hut sein, sie müssen dabei sein. Die Karten in der Branche werden neu gemischt – auch wenn die deutsche Zulassungsstatistik gerade nicht den Anschein erweckt.

Rüdiger zu Klampen
Rüdiger zu Klampen Wirtschaftsredaktion (Ltg.)