Warum nicht sofort? Kultusministerin Frauke Heiligenstadt gelobt endlich Besserung fürs neue Jahr. Nachdem sich die Landesregierung beim Oberlandesgericht eine blutige Nase geholt hat wegen einer willkürlichen und damit verfassungswidrigen Erhöhung der Arbeitszeit für Gymnasiallehrer, tut die Kultusministerin endlich das, was längst hätte erfolgen müssen: Eine saubere Ermittlung der tatsächlichen Belastungen der Lehrkräfte durch eine immer weiter wachsende Bürokratie und durch immer höhere Anforderungen an den Unterricht in allen Schulen. Dass Ministerpräsident Stephan Weil dabei den Startschuss zu dieser Entrümpelungsaktion gegeben hat, mag ein Indiz dafür sein, wer die politische Verantwortung trägt.
Aber auch Heiligenstadt, die die Arbeitszeiterhöhung bis zur letzten Minute verteidigt hat, erweist sich als lernfähig. Der Dialog mit Verbänden über überbordende Bürokratie in Schulen ist ein erster Schritt. Es müssen noch viele weitere folgen.
