Egal ob Automobil, Computer, Dübel oder Kaffeefilter: Deutschland war und ist ein Land der Tüftler und Erfinder. Auch 2013 hat sich daran nichts geändert: Die Zahl der Patentanmeldungen nahm um 2,9 Prozent zu.

Und Niedersachsen mischt kräftig mit – auf den ersten Blick. Zwar belegt man im Ländervergleich mit 2924 Patentanmeldungen immerhin den vierten Rang. Doch der Abstand zu Bayern (14 829) und Baden-Württemberg (14 564) ist groß. Bei den Anmeldungen pro 100 000 Einwohner liegt das Land sogar klar unter dem Bundesschnitt.

Es gibt also noch Luft nach oben. Der Grund liegt auf der Hand: Neben Kreativität, Mut und Geduld ist bei Patenten vor allem Geld gefragt. Kein Wunder, dass die meisten Erfindungen unter dem Dach großer Konzerne entstehen. Die sind in Niedersachsen aber vergleichsweise rar gesät. Doch es gibt Anlass zur Hoffnung: In einem der großen Zukunftsfelder, der Umwelttechnik, hat sich im Nordwesten ein bemerkenswertes Netzwerk entwickelt. Es sollte nicht verwundern, wenn gerade hier künftig noch die eine oder andere Erfindung „Made in Niedersachsen“ gelingt.

Jörg Schürmeyer
Jörg Schürmeyer Thementeam Wirtschaft