Sicher, es ist schön, wenn die Familie gemeinsam am Mittagstisch sitzt. Leider können das nur wenige Familien. Das hat mit dem Arbeitsalltag vieler Eltern zu tun. Und auch die Familienstrukturen haben sich geändert. Deshalb ist es gut, dass viele Schulen ein Mittagessen anbieten. Dass es nicht allen schmeckt, liegt in der Natur der Sache. Gemeinschaftsverpflegung ist nun mal ein Kompromiss und ersetzt nicht die eigene Küche.

Was bedenklich stimmt, ist die geringe Zahl an Schülern in Niedersachsen, die die schulische Verpflegung nutzen. Nur ein Drittel der Grundschüler und gerade einmal 18 Prozent der älteren Schüler nutzen die Essensmöglichkeit. Die Älteren bevorzugen den Gang zum Bäcker oder zum Supermarkt. Das erschwert ein preisgünstiges Mittagsangebot in den Schulen. Dass nur ganz wenige Schulen ein frei wählbares Essen in Büffet-Form anbieten, ist bedauerlich. Solche Angebote eignen sich freilich in der Regel nur an sehr großen Schulen. Sie könnten aber die mäkeligen Esser locken.