Familien leiden vor allem unter dem bürokratischen Wahnsinn. Weil die Kultusminister und die Ministerpräsidenten der Bundesländer es nicht schaffen, den Zeitraum für die Sommerferien sinnvoll zu koordinieren und vor allem zu verlängern, quälen sich die Touristen an der Nord- und Ostseeküste über verstopfte Straßen. Zugleich stoßen die Urlaubsorte an die Kapazitätsgrenzen. Über 100 Millionen Euro beträgt der wirtschaftliche Schaden für die niedersächsische Küstenregion durch einen viel zu kurzen Ferienkorridor von knapp über 70 Tagen.
Kein Wunder, dass gerade Niedersachsens Tourismus-Wirtschaft mit Brandbriefen an die Länder auf Änderungen drängt. Demnächst stehen Verhandlungen über die Ferienordnung nach 2017 an. Es wird höchste Zeit, dass endlich Vernunft einkehrt und die unselige Blockade von Baden-Württemberg und Bayern aufhört, die stur an ihren Wunschzeiten festhalten. Würde der Ferienkorridor auf 90 Tage von Mitte Juni bis Mitte September ausgedehnt, wäre vielen geholfen. Die neuen Gespräche bieten eine Chance.
