Klappern gehört zum Handwerk. Das weiß auch Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU). Mit ihrer Beschwerde, im Haushalt der Großen Koalition sei trotz Budgetsteigerung von 5,5 Milliarden Euro noch immer nicht genug Geld für die Truppe eingeplant, will sie schon mal vorsorglich der SPD und Finanzminister Olaf Scholz den Schwarzen Peter zuschieben. Wird es wieder nichts mit der Trendwende, bleiben die Ausrüstungsmängel bestehen, soll dies auf die unzureichende finanzielle Unterstützung geschoben werden. Ein Ablenkungsmanöver. Es ist überfällig, dass auf die Jahrzehnte mit Personalabbau und Sparkurs nach dem Fall des Eisernen Vorhangs eine deutliche Stärkung der Bundeswehr folgt.

Dennoch gilt: Bei der Aufstockung des Wehretats muss Augenmaß gewahrt bleiben. Und das hat die Große Koalition getan. Anstatt nachzutreten und plötzlich zu drohen, ohne neue Milliarden müssten lange geplante Projekte aufgeschoben werden, sollte Ursula von der Leyen für mehr Effizienz ihres Hauses beim Geldausgaben sorgen.