Eine Studie der Beratungsfirma PwC hat bemerkenswerte Struktur-Details zu den Umsätzen der größten deutschen Industriekonzerne erarbeitet. Demnach sind die Umsätze – im Durchschnitt der 25 analysierten Konzerne – in den vergangenen Jahren kaum noch gewachsen. Starken Umsatz-Zuwachs gab es dagegen im Ausland.
Das heißt: Die großen deutschen Unternehmen spüren die Sättigung in vielen Marktbereichen im Inland (die meisten Haushalte haben fast alle üblichen Ausstattungen); sie nutzen die Wachstums-Chancen, die sich weltweit bieten – etwa in den wachsenden Schwellenländern. Das Ausnutzen dieser Chancen im Ausland ermöglicht mithin in diesen Jahren zu einem erheblichen Teil den Wohlstandsgewinn in Deutschland, auch die höheren Löhne.
Das sollte die Politik vor Augen haben, wenn sie etwa am Bildungs- und Ausbildungssystem der Zukunft bastelt. Nur mit Weltoffenheit kann Deutschland seine Position auf den globalen Märkten und damit den Wohlstand halten.
