In Hildesheim hat Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius konsequent gehandelt. Das Verbot für die dortige Moschee des Deutschsprachigen Islamkreises (DIK) folgt den Erkenntnissen der Sicherheitsbehörden, dass in dem Gotteshaus mehr Gotteskrieger durch Hass-Prediger rekrutiert als Religion gepredigt wurde. Nach Ersatz brauchen Salafisten nicht weit zu suchen. In Hannover ist die gleichnamige DIK-Moschee schon lange laut Verfassungsschutz ein Zentrum für Islamisten. Warum betreibt Innenminister Pistorius nicht auch in diesem Fall ein Verbot?

Angezeigt wäre ein solcher Schritt allemal. Welche Terrorgefahren von dieser Moschee ausgehen, zeigt die Vergangenheit. Das erste Attentat einer IS-Sympathisantin auf deutschen Boden verübte Safia S. vor einem Jahr am Hannoveraner Hauptbahnhof. Ihr Bruder agierte nicht minder schlimmer. Gefährder gehen in der Moschee in der Landeshauptstadt ein und aus. Ein Verbot schützt nicht vor allen künftigen Gefahren. Aber ein Signal wäre es allemal.