Wird dieser 9. April 2013 noch als historischer Tag in die Geschichtsbücher eingehen? Ja, wenn am Ende eines jahrzehntelangen, quälenden Prozesses endlich ein nationales Konzept für die Endlagerung von Atommüll gefunden wird. Breit getragen von einem großen gesellschaftlichen Konsens.

So einig sich alle Beteiligten nach außen hin geben – Ministerpräsidenten, Bundesregierung, Opposition und viele Umweltverbände –, so wenig hat sich etwas an den grundsätzlichen Konfliktlinie geändert. Zu unterschiedlich bleiben die Interessen. Niedersachsen will Gorleben endlich rausstreichen aus der Liste möglicher Standorte. Doch die Südländer legen keinen Wert auf das noch eine Million Jahre strahlende Teufelszeug. Man möchte schon das Endlager dem Norden, sprich: Niedersachsen, am Ende überlassen. Viel, wenn nicht alles hängt von der vorgeschalteten Kommission ab. Sie muss eine Einigung binnen zwei Jahren suchen. Eine Herkulesaufgabe, die nicht leichter geworden ist. Es bleibt ein noch langer Weg.