Immer weniger Apotheken gibt es in Niedersachsen, und immer öfter sind ländliche Regionen davon betroffen. Apothekern fällt es schwerer, einen Nachfolger für einen ländlichen Standort zu finden. Unternehmerisch ist es eben einfacher, eine Apotheke in einer Stadt zu betreiben – das bringt schon die Nähe zu den Arztpraxen mit sich. Und wo immer öfter Gemeindeteile ohne niedergelassenen Facharzt auskommen müssen, haben es Apotheken im ländlichen Raum schwer. Die erzielen zu 80 Prozent ihre Einnahmen aus rezeptpflichtigen Medikamenten.
Eine Apotheke ist aber nicht nur ein Unternehmen, sie bedeutet für eine Gemeinde auch ein Stück Grundversorgung wie die Post oder die Bankfiliale. Fehlt sie, müssen die Bürger der Gemeinde auf lieb Gewonnenes verzichten. Man kann für die älteren Bürger zwar mit einem Rezeptsammeldienst eine Grundversorgung organisieren. Den Notdienst in der Nacht und an Feiertagen, den wir gern in Anspruch nehmen, wird man damit nicht ersetzen können.
