Schon wieder! Die Lokführergewerkschaft GDL hat die Weichen ein weiteres Mal auf Streik gestellt. Die Reaktion kann nur Kopfschütteln sein.
Wenn Gewerkschaften von ihrem Recht Gebrauch machen, für höhere Löhne, bessere Arbeitsbedingungen, Zulagen und kürzere Dienstzeiten zum Ausstand aufzurufen, gibt es keinerlei Grund, dies zu beanstanden. Wenn sich eine Gewerkschaft aber aufführt wie die GDL, kann sie nicht mehr auf viel Unterstützung und Verständnis hoffen. Es geht hier einzig und allein um die Machtinteressen einer Organisation, die von ihrem Namen her zwar nur für die Lokführer steht, aber die Interessensvertretung für weit mehr Berufsgruppen bei der Bahn beansprucht.
Monate sind vergangen – offenbar ohne, dass man einer Lösung auch nur ein Stück näher gekommen wäre. Das Klima zwischen den Beteiligten scheint vergiftet zu sein. Die Lokführer spielen mit dem Feuer, und die Bahn-Führung ist nicht in der Lage, es zu löschen. An einem Schlichtungsversuch führt jetzt kein Weg mehr vorbei.
