Der Markt regelt, stimmt – nur zu welchem Preis? Diese Frage wird jetzt in Oldenburg laut. Und das fast schon zu spät, denn unter dem Radar der Öffentlichkeit haben sich in den letzten Jahren auf dem Wohnungsmarkt Verhältnisse entwickelt, die nur schwer zu ertragen sind: Hunderten Menschen bleibt nichts anderes übrig, als sich in zum Teil ekelerregenden Gemeinschaftsunterkünften einzumieten. Eine Goldgrube für Vermieter – und die Steuergelder fließen auch noch pünktlich aufs Konto. Ein Traum!
Selbst für juristisch fragwürdige Verträge müssen sie kaum Konsequenzen fürchten, denn die Stadt Oldenburg hat sich in den letzten Jahren sehenden Auges abhängig von ihnen gemacht, quasi einen Pakt mit dem Teufel geschlossen. Dass die Verwaltung nun dagegen vorgeht und den Quadratmeterpreis gedeckelt hat, ist ein erster Schritt in die richtige Richtung. Aber was bringt das, wenn keiner die Zimmergröße kontrolliert?
Sozialamt und Jobcenter allein für die Situation verantwortlich zu machen, ist aber zu einfach. Schließlich wurden bundesweit die Fördergelder für sozialen Wohnbau eingestampft. Ausbaden müssen das die Ärmsten der Armen.
