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Nach Unfall bei Rastede Vollsperrung auf der A29
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Aktualisiert vor 8 Minuten.

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NWZonline.de Nachrichten Politik Meinung

Schwarz/Grün für Bayern?

17.10.2018

Pro: Mutig sein!

Nach dem Wahldebakel muss sich die CSU verändern. Das schafft sie nicht, wenn sie sich mit den Freien Wählern einen Koalitionspartner an die Seite holt, der am wenigsten Widerstand verspricht. „So funktionieren aber nun einmal Koalitionen“, höre ich jetzt schon so manchen Politikexperten sagen. Nein, so funktionierten (Vergangenheitsform) einmal Bündnisse.

Demokratie bedeutet einen Konsens zu finden, statt eigene Befindlichkeiten zu pflegen. Nur den Grünen traue ich in Bayern zu, aus einem polarisierenden Ministerpräsidenten Markus Söder einen integrierenden Ministerpräsidenten zu machen.

Autor dieses Textes ist Lars Reckermann.

Vielleicht wächst meine gewagte bayerische Farbenlehre aus dem Wunsch heraus, dass sich in einer Ehe linke und rechte Positionen in der Mitte treffen müssen. Lassen Sie uns das doch einmal durchspielen: Könnte nicht eine Asylpolitik, die die Handschrift der CSU und der Grünen trägt, eine wegweisende Asylpolitik sein? Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) macht es vor.

Das Thema Landwirtschaft ist in Bayern ebenso wichtig wie in Niedersachsen. Ich wünsche mir ein ökologisches Auge auf die Felder. Verkehr, Wohnen, Bildung – das bewegt die Bayern, damit haben die Grünen gepunktet.

Ja, so einen Weg des Kompromisses zu gehen, ist mühsam. Er fordert Augenmaß, also Umsicht und Besonnenheit, die der CSU und sicherlich auch den Grünen guttun würde. Beide Parteien müssen etwas abgeben, Bayern aber gewinnt.

Kontra: Crash-Koalition

Bloß nicht! Holt die CSU die Grünen ins Boot, ist die Gefahr groß, dass diese Koalition zum Desaster wird.

Autor dieses Textes ist Alexander Will

Die Grünen sind technologie- und wirtschaftsfeindlich. Das ist Gift für einen Hightechstandort wie Bayern. Die Partei verfolgt ein Deindustrialisierungsprogramm und hat keine Idee, was die „alten“ Industrien ersetzen soll. Blick nach Hessen, wo ein Grüner Wirtschaftsminister ist: Bei Unternehmensgründungen war dort zwischen 2015 und 2017 der stärkste Rückgang aller Bundesländer zu beobachten.

Die Grünen haben zudem ein Problem mit der Basis jeder erfolgreichen Wirtschaft: dem Privateigentum. 2017 zogen sie in Berlin mit der Forderung nach Enteignung von Wohnungsbesitzern in den Wahlkampf. Grüne tun in Berlin auch bei der Kampagne zur Enteignung der „Deutschen Wohnen“ mit.

Ähnlich übel sind die Folgen grünen Regierens bei der Bildung. In Baden-Württemberg crashten die Leistungen von Grundschülern zwischen 2011 und 2017 regelrecht. In Stuttgart sitzt ein grüner Ministerpräsident. Das leistungsfähige und leistungsorientierte bayerische Bildungssystem wäre wohl unter der Flagge der „Gleichheit“ ein Hauptangriffsziel der Grünen.

Und schließlich sind sie noch immer die alte, miesepetrige Nanny-Partei. Erst jüngst zog da Renate Künast gegen Nutella-Werbung zu Felde. Die verführe Kinder zum Konsum des Dickmachers. Als ob Eltern nicht selbst entscheiden könnten, was sie ihrem Nachwuchs kaufen.

Fazit: Grüne sind nicht regierungsfähig.

Lars Reckermann Chefredakteur / Chefredaktion
Rufen Sie mich an:
0441 9988 2000
Dr. Alexander Will Leiter Newsdesk / Politikredaktion
Rufen Sie mich an:
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