Italiens Chef-Egomane Silvio Berlusconi kämpft mit allen Mitteln um seine Macht. Dafür stürzt er mal eben die Regierung seines ohnehin schon krisengeschüttelten Landes in ein schweres Unglück und erschüttert das fragile Euro-Rettungsgebilde der Europäischen Union.

Solange die Italiener ohnmächtig zugucken, wie dieser Machtmensch, immerhin ein mittlerweile rechtskräftig verurteilter Steuerbetrüger, in der Politik die Strippen zieht, können sie ihr Land nicht aus dem Chaos befreien.

Vor einem Italien ohne Berlusconi liegt jedoch ein langer Weg: Als Erstes müsste das Parlament Berlusconi endgültig seinen Sitz entziehen. Zweitens müsste seine Partei sich von ihm lossagen. Und Drittens müsste die Bevölkerung sich endlich kopfschüttelnd von ihm abwenden.

Doch die Wahrscheinlichkeit, dass das passiert, ist eher gering. Europa sollte sich langsam darauf einstellen, dass Italien bald in die Riege Griechenland/Portugal/Irland aufgenommen werden möchte.

Stefanie Dosch
Stefanie Dosch Politikredaktion/Newsdeskmanagerin