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NWZonline.de Nachrichten Politik Meinung

Vom Ruhm allein lässt es sich nicht leben

11.08.2018

Oldenburg Es ist schon traurig, die Schicksale einstiger Sportstars mit anzusehen. Sowohl Boris Becker als auch Jan Ullrich bescherten uns einst unvergessliche Sportmomente: Der Junge aus Leimen gewann sensationell als 17-Jähriger das bedeutendste Tennis-Turnier der Welt in Wimbledon und ließ viele Deutsche zu Tennis-Fans werden. Jan Ullrich holte 1997 den Sieg bei der Tour de France, anschließend wurde er zudem Weltmeister und Olympiasieger. Dass er dabei gedopt war, kam erst später an die Öffentlichkeit und machte die Erfolge natürlich im Nachhinein zunichte.

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Zwar sind die Lebenswege beider ehemaliger Idole nicht zu vergleichen, dennoch sollten die aktuellen Vorgänge (Beckers Finanzkrise, Ullrichs Drogenkrise) anderen Spitzensportlern eine Mahnung sein. Die Karriere nach der Karriere muss frühzeitig geplant werden. Vom Ruhm zu leben, mag eine Zeit lang gutgehen, irgendwann ist dieser aber verblasst. Dann sollte jeder ein neues Betätigungsfeld gefunden haben. Ansonsten droht nicht selten eine schwere Lebenskrise.

Hermann Gröblinghoff Newsdeskmanager / Politikredaktion
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