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NWZonline.de Nachrichten Politik Meinung

Kommentar Zu Kramp-Karrenbauer: Diese Inkompetenz kann sich die CDU nicht leisten

29.05.2019

Oldenburg Es tut richtig weh zu sehen, wie Annegret Kramp-Karrenbauer die CDU bei einer ganzen Generation unmöglich macht. Schon die ersten Reaktionen auf ein kritisches Video des Youtubers Rezo waren mehr als unsouverän, sie waren verheerend. Nachdem sich nun weitere Youtuber angeschlossen haben, schiebt Kramp-Karrenbauer einen Rundumschlag nach, der alles noch schlimmer macht: „Was wäre eigentlich in diesem Lande los, wenn eine Reihe von, sagen wir, 70 Zeitungsredaktionen zwei Tage vor der Wahl erklärt hätten, wir machen einen gemeinsamen Aufruf: Wählt bitte nicht CDU und SPD. Das wäre klare Meinungsmache vor der Wahl gewesen.“

Dieser irrwitzige Vergleich macht nur deutlich: Die CDU-Chefin versteht nicht, wie sich öffentliche Meinung und Medienlandschaft in den letzten 20 Jahren verändert haben. Sie schätzt die Wirkungsmacht eines Akteurs wie Rezo völlig falsch ein. Der Mann ist ja kein naiver Amateur, sondern ein gewiefter Internet-Unternehmer, ein studierter Profi, der genau weiß, wie er seine Botschaft vermitteln muss. Die CDU-Chefin ist – man muss das so deutlich sagen – dieser Auseinandersetzung nicht gewachsen. Diese Inkompetenz kann sich eine CDU nicht leisten, die immer noch eine Volkspartei sein möchte.

Noch tragischer ist, dass die CDU-Chefin den politischen Wert dieser Debatte nicht versteht. Denn auch wenn die Tonlage der Kritiker schrill ist, schon der Titel des Rezo-Videos über die Stränge unseres gewohnten demokratischen Plaudertons schlägt, muss man attestieren: Ja, es gibt nun eine politische Jugendbewegung da draußen, die klare Forderungen stellt: Tut endlich was gegen den Klimawandel! Die Grünen verstehen das und stehen deshalb bei den Europawahlen als Gewinner da. Die CDU dagegen versteht ihre Neuausrichtung nach dem Rückzug Merkels lediglich als Stellungskampf gegen die AfD. Das ist zu wenig.

Analyse:Belehren, belächeln, ignorieren: Wie die CDU im Generationenkonflikt versagt

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Timo Ebbers Ltg. / Online-Redaktion
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