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Kommentar Zur Dienstpflicht: Wehrdienst – keine Pflichtübung für jedermann

07.08.2018

Oldenburg Die Wehrpflicht ist abgeschafft, und das ist gut so. Eine allgemeine Dienstpflicht wäre hilfreich und sinnvoll. Nicht gut ist es, das eine Thema mit dem anderen zu verknüpfen. In beiden Fällen geht es um Defizite, zum einen um die Personalnot der Bundeswehr zum anderen um die im sozialen Bereich. Da hört es mit der Gemeinsamkeit auch schon auf.

Zu Zeiten der Wehrpflicht genoss der Ersatzdienst höheres Ansehen als der Dienst an der Waffe. Wehrpflichtige und andere Soldaten erlebten die geringe Akzeptanz ihres Dienstes insbesondere während des heißen Herbstes Anfang der 80er Jahre, in dem es eigentlich nicht primär um die Bundeswehr selbst, sondern mehr um deren Bündnispartner USA ging. Insbesondere junge Leute aus dem Bildungsbürgertum entzogen sich gern der Wehrpflicht; die programmatische Verheißung, dass die Bundeswehr ein Abbild der gesamten Gesellschaft sein solle, wurde somit niemals wirklich eingelöst.

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Das war damals so, und das wäre heute bei einer Neuauflage der Wehrpflicht nicht anders. Hinzu kommt, dass eine moderne, hoch technisierte Armee, die auch im Ausland eingesetzt wird, wenig Bedarf an kurz ausgebildeten Soldaten, dafür umso mehr Bedarf an Fachleuten hat. Und dabei konkurriert die Bundeswehr nicht nur mit der zivilen Wirtschaft, sondern auch mit anderen Behörden. Polizei und andere Exekutivorgane locken mit der Aussicht, die Karriere gut planen zu können und schon nach kurzer Zeit einen recht sicheren Arbeitsplatz zu haben. Beides entscheidet sich bei der Bundeswehr erst deutlich später. Dies ist nur ein Aspekt; der wichtigere ist, dass die Soldatinnen und Soldaten sicher sein wollen, einen wichtigen Dienst für die Gesellschaft zu leisten, und dieses Gefühl vermitteln ihnen viele der für die Bundeswehreinsätze verantwortlichen Politiker nicht.

Jan Lehmann / freigestellter Betriebsratsvorsitzender / Politikredaktion
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