Oldenburg - Das hört man gern: Das Gütesiegel „Made in Germany“ hat weiterhin rund um den Globus einen sehr guten Ruf – ja sogar den besten unter allen Exportnationen, wenn man einer aktuellen Umfrage glauben darf. So eine Verbraucher-Grundeinstellung ist durchaus wertvoll. Die Verbindung der Herkunft eines Produktes mit der Qualität ist und bleibt ein wichtiges Kaufkriterium. Andersherum: Unternehmen (hier: aus Deutschland), die dieses Siegel nutzen können, haben es im Wettbewerb einfacher, nämlich etwas losgelöst von Preis.
Allerdings: Auf dem Umfrageergebnis kann man sich nicht ausruhen. „Made in Germany“ wurde über Jahrzehnte erarbeitet – bei Maschinen etwa mit innovativem Geist, Funktionalität und Qualität, langer Haltbarkeit und Service, und das auch noch weltweit. Die Herausforderung ist, wie sich das auf Dauer halten lässt – unter Einbeziehung von Wachstumsbranchen der Zukunft.
Von zentraler Bedeutung wird sein, weiterhin hervorragende Produkte zu liefern, die jedoch – das ist neu - vernetzt nutzbar sind oder gar die neuen Netze steuern. Die bewährte deutsche Wirtschaftstugend, Innovationen selbst hinzukriegen oder aber die Erfindungen anderer konsequent zu übernehmen, muss im Zeitalter des zügigen digitalen Wandels erhalten bleiben. Sonst wird „Made in Germany“ schnell Staub ansetzen.
