Oldenburg - Ja, die Eurocup-Saison der EWE Baskets Oldenburg glich wahrlich einer Achterbahnfahrt. Nachdem die Oldenburger mit drei Niederlagen am Stück zunächst ungebremst dem Abgrund und damit dem frühen Aus im europäischen Wettbewerb entgegensteuerten, fing sich der Bundesligist in den folgenden fünf Partien, spielte seine Gegner dabei teilweise schwindelig und raste in die Runde der letzten 16 – das machte richtig Lust auf mehr.
Für Frust und Enttäuschung hingegen sorgte aber das entscheidende Spiel gegen Patras am letzten Spieltag und das damit verbundene Ausscheiden im Eurocup. Gegen die Griechen waren die Baskets schlichtweg chancenlos. Es fehlte – auch bedingt durch die Verletzungen – von Beginn an die nötige Intensität in der Verteidigung. Dennoch: mit 25 Punkten Unterschied eine so wichtige Partie zu verlieren, ist einfach zu hoch – vor allem zuhause vor einer Rekordkulisse im Eurocup.
Ohnehin stellt sich die Frage: Wie lukrativ ist der Europapokal für Oldenburg eigentlich? Sportlich ist er definitiv ein Gewinn, kostet auf der anderen Seite aber auch viel Geld (weite Reisen, weniger Zuschauer) und ist ein Minusgeschäft. Dazu lassen die Spieler konditionell viele Körner. Durch die Mehrbelastung und die Verletztenmisere mussten die Oldenburger zusätzliches Personal verpflichten. Und auch das kostet schließlich viel Geld.
Nichtsdestotrotz: Die internationale Saison der Baskets war auf sportlicher Ebene auf jeden Fall ein Erfolg. Diese Eurocup-Lust hat sich auch auf die Fans übertragen. Oldenburg hatte auf der internationalen Bühne in dieser Spielzeit den besten Zuschauerschnitt in der Club-Geschichte. Wenn der Europapokal weiter so angenommen wird, dann ist er nicht nur sportlich ein Gewinn.
