Oldenburg - Der Ryanair-Chef Michael O’Leary scheut bekanntlich kaum eine Gelegenheit, um aufzufallen – und um Konkurrenten wie Lufthansa zu schocken. So überrascht es auch nicht, dass die Billigfluggesellschaft quasi als erster das Hochfahren von am Boden liegenden Flugverbindungen ankündigte: Ab 1. Juli sollen 40 Prozent der Linienflüge, die es vor der Corona-Pandemie gab, wieder aufgenommen werden.

Dies sollte als gutes Zeichen in einer düsteren Zeit gewertet werden. Es ist ein Schritt zur Normalisierung der Mobilität.

Klar ist dabei natürlich: So schön wie vorher wird es für die Fluggesellschaften und für die Flugreisen nicht wieder. Viele Unternehmen sind schwer unter Druck geraten und werden nun auch bei Reisespesen sparen. Und zahlreiche Chefs haben gemerkt: Man muss ja gar nicht immer fliegen! Video-Konferenz geht auch.

Am ehesten könnte sich der Markt für private Reisende, Touristen vor allem, wieder erholen. Viele spüren das selbst: Hier baut sich gerade gewisser Nachholbedarf für die nächsten Jahre auf, trotz des ewig zwickenden Klimaschutz-Gewissens.

Entscheidend ist nun erst einmal, dass für die Flüge und Flughäfen ein umfassendes Sicherheitspaket eingeführt wird. Sicherheit muss vorgehen! Ein paar mehr Filter in den Klimaanlagen der Jets könnten in diesem Zusammenhang auch nicht schaden.

Rüdiger zu Klampen
Rüdiger zu Klampen Wirtschaftsredaktion (Ltg.)