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NWZonline.de Nachrichten Politik Meinung

Neue Liebe?

09.01.2019

Oldenburg Die Grünen und der Osten Deutschlands – das war seit der Wende keine echte Liebesbeziehung. Mit ihrer strikten Umweltpolitik und so manchen Ansagen, wie die Menschen doch bitte leben sollten (Veggie Day), konnte man dort nichts anfangen. Nach jahrelanger Gängelung durch den DDR-Staat hatten viele genug von Vorschriften und Ratschlägen durch andere. Sie wollten vor allem eines: ihre individuelle Freiheit.

Doch die Zeiten haben sich gewandelt – ebenso wie die einstige Öko-Partei, die jetzt Morgenluft wittert. Die Umfragen für die anstehenden Wahlen in Brandenburg, Sachsen und Thüringen im Herbst verheißen tatsächlich Besserung. Gelang bisher oft nur knapp der Sprung über die Fünf-Prozent-Hürde, könnte es in diesem Jahr einen Sprung nach oben geben.

Zu tun hat das vor allem mit zwei Dingen: Zum einen ist es der allgemeine Höhenflug der Grünen. Sie profitieren von der Schwäche der ehemaligen Volksparteien CDU und SPD und werden zudem selbst als authentisch angesehen. Viele Menschen nehmen ihnen ab, dass sie von ihrem Programm überzeugt sind und es tatsächlich in die Tat umsetzen wollen. Zudem haben die neuen Vorsitzenden, das smarte Nordlicht Robert Habeck und die kernige und meinungsstarke Annalena Baerbock, dem Aufschwung nicht geschadet.

Zum anderen ist es die neue Strategie: Weg von der Verbotspartei, hin zu einem Verständnis für diejenigen, denen es in unserer Wohlstandsgesellschaft nicht so gut geht. Gerade im Osten könnte das ein Erfolgsmodell werden. Kümmerten sich bisher die Linke und jüngst in Teilen auch die AfD um diese Menschen, gerieren sich nun die Grünen als diejenigen, die ihre helfende Hand ausstrecken. Stichworte wie „Neue Gemeinsamkeit“, „Sozialer Ausgleich“ und „Hilfe für notleidende Kommunen“ sind nun angesagt.

Da ist es kein Wunder, dass die Grünen ganz im Osten, in Frankfurt (Oder), ihre Klausur abhalten. Die Botschaft an die Menschen ist eindeutig: Seht her, wir kommen zu Euch und kümmern uns!

Hermann Gröblinghoff
Newsdeskmanager
Politikredaktion
Tel:
0441 9988 2093

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