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NWZonline.de Nachrichten Politik Meinung

Konsequenter Schritt

29.11.2018

Oldenburg Ein bekanntes Sprichwort lautet „Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende“. Es ist ein Satz, der die aktuelle Situation der Cebit perfekt beschreibt. Denn die einst größte Computermesse der Welt ist nach mehr als 30 Jahren Geschichte, es wird keine Neuauflage mehr geben.

Bereits im Juni dieses Jahres stand viel für die Veranstalter auf dem Spiel. Denn die Cebit hatte ihre besten Zeiten schon lange hinter sich. Mit einem frischen Konzept sollte die Messe zu altem Glanz zurückfinden. Das Gelände in Hannover sollte ein Ort sein, an dem digitale Vordenker Managern frische Ideen mit auf den Weg geben. Doch das Konzept ging nicht auf. Große Unternehmen wie Microsoft oder die Deutsche Telekom, die einst zu den größten Ausstellern zählten, schickten gerade einmal ihre zweite Managementgarde. Ein fatales Signal und der vorzeitige Todesstoß für eine Cebit in neuem Gewand, obwohl es durchaus auch positive Stimmen zum frischen Konzept gab.

Daher ist es jetzt nur konsequent, dass die Veranstalter die Reißleine ziehen und nicht versuchen, mit vergangenem Glanz zu werben und die Messe krampfhaft am Leben zu erhalten. Der Name Cebit ist einfach zu behaftet, er steht für Erfolg, für Meilensteine. Ein Beispiel: Microsoft-Chef Bill Gates stellte in Hannover einst das Betriebssystem Windows 95 vor. Auch Größen wie Apple oder der Computerchiphersteller Intel gaben sich keine Blöße und waren auf der Cebit vertreten. Technische Meilensteine wie die ersten MP3-Spieler zogen das Publikum ebenso in den Bann, wie die ersten leistungsstarken Digitalkameras.

Zu Spitzenzeiten – etwa zur Jahrtausendwende – zog die Cebit fast eine Million Gäste an – Zahlen, von denen man die vergangenen Jahre nur noch träumen konnte. Insgesamt lockte die Cebit in neuem Gewand Mitte dieses Jahres nur noch knapp 120 000 Menschen aufs Messegelände – noch einmal deutlich weniger als 2017 mit etwa 200 000 Besuchern. Allerdings kann und sollte dieser Schlussstrich vor allem als Chance verstanden werden, etwas Neues aufzubauen – mit frischem Konzept und unter anderem Namen. Vielleicht wird daraus der nächste Ort für Meilensteine.

Sabrina Wendt Redakteurin / Wirtschaftsredaktion
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