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NWZonline.de Nachrichten Politik Meinung

Warum die ganze Häme und der Spott?

20.05.2019

Oldenburg Sehen wir es mal positiv: Die Show war unterhaltsam, es gab sogar den einen oder anderen Aha-Effekt, und am Ende gewann ein Song, bei dem Musik, Text und Interpret im Vordergrund standen und nicht irgendwelche Feuerfackeln, Computereffekte und schrille Kostüme. Israel war ein fantastischer Gastgeber. Wir wissen jetzt, dass es sich lohnt, sich mit der Volksmusik der Samen im nördlichen Skandinavien einmal näher zu befassen. Und als Trostpflaster für alle aufstrebenden Künstlerinnen und Künstler, die leer ausgingen, zeigte Superstar Madonna, dass auch sie nur ein Mensch ist.

Warum jetzt also das ESC-Bashing im Netz? Warum die ganze Häme und der Spott? Warum wieder die Beteuerungen, das sei alles peinlich, altbacken und überflüssig, nachdem man ja selbst offenbar freiwillig gut vier Stunden vor dem Fernseher verbracht hat, um das Spektakel in Tel Aviv zu verfolgen?

Die negative Begleitmusik in den Social-Media-Kanälen ist wohl genauso ein Kulturphänomen unserer Zeit, das sich im ESC widerspiegelt, wie viele andere Trends und Entwicklungen in Gesellschaft und Pop-Musik. Schon allein das rechtfertigt den Wettbewerb und zeigt seine Bedeutung. Seit 63 Jahren funktioniert dieses Format auf diese Weise.

Wir müssen uns endlich einmal damit abfinden, dass Deutschland nicht immer gewinnen kann. Wir müssen akzeptieren, dass wir - das Wortspiel sei mir gegönnt - in Europa nicht immer den Ton angeben können. Und wir sollten uns freuen, dass Europa hier ein Gesicht zeigt, das deutlich sympathischer ist als die vielen Europa-feindlichen Fratzen, die im Vorfeld der EU-Wahl derzeit um Aufmerksamkeit heischen.

Ulrich Schönborn stv. Chefredakteur / Chefredaktion
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