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NWZonline.de Nachrichten Politik Meinung

Grausiger Export aus Friesoythe

14.07.2018

Oldenburg Ein Mittel, um ein unheilbar krankes oder lebensgefährlich verletztes Tier von seinen Qualen zu befreien? Eine Erlösung. Ein Mittel, um sich eines Menschen zu entledigen, den die Gesellschaft nicht mehr unter sich haben möchte? Ein Graus.

Dass der Export des Mittels Pentobarbital genehmigungspflichtig ist, hat einen gewichtigen Grund: Die Todesstrafe gilt laut EU-Verordnung (EG) Nr. 1236/2005 „unter keinen Umständen als gesetzlich zulässige Strafe“. Die zuständige Behörde erteilt laut Ausfuhrkontrollrecht keine Export-Genehmigung, wenn hinreichender Grund zu der Annahme besteht, dass das Mittel von einer Strafverfolgungs-/Vollzugsbehörde zum Zwecke der Strafe verwendet werden könnte.

Das Friesoyther Unternehmen Vet Pharma betont, es habe keinerlei Grund zu dem Verdacht, dass sein Produkt jemals außerhalb des veterinärmedizinischen Bereichs verwendet wurde. Umso mehr fällt aber das Schweigen auf die Frage auf, weshalb das Unternehmen trotz eindeutiger Gesetzeslage das Gift mehrfach exportiert hat, ohne die erforderliche Genehmigung zu beantragen. Laut einem Bericht der Süddeutschen Zeitung zufolge sollen Unterlagen für den Transport sogar so manipuliert worden sein, dass der Zoll keinen Verdacht schöpfte.

Eine weiße Weste sieht anders aus.

Jantje Ziegeler
Redakteurin
Online-Redaktion
Tel:
0441 9988 2157

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