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NWZonline.de Nachrichten Politik Meinung

Handlungsbedarf für reines Wasser

22.06.2018

Oldenburg Dass Deutschland vom Europäischen Gerichtshof wegen der Nitrat-Belastung seiner Gewässer verurteilt wurde, ist keine Überraschung. Zwar gibt es mittlerweile eine neue schärfere Gülle-Verordnung, doch auch die ist in den Augen der Wasserwirtschaft immer noch zu lasch.

Die Ursache für das Nitrat-Problem ist letztlich aber nicht nur national zu suchen. Die Europäische Union trägt mit ihrer Förderpolitik selbst wesentlich mit dazu bei. Es kann nicht richtig sein, dass vor allem die Agrar-Großindustrie mit ihrer Massentierhaltung besonders aus den Fördertöpfen bedient wird, während ökologisch geführte Kleinbetriebe deutlich weniger profitieren.

Lesen Sie auch:
Artikel: Europäischen Gerichtshof verurteilt Deutschland wegen Nitraten

NWZ-Datenanalyse „Gefahr im Grundwasse
r“

So oder so, die Politik wird sich nach dem EuGH-Urteil anders als bisher mit der Massentierhaltung befassen müssen, will sie die selbst gesteckten Umweltziele erreichen und – nicht zu vergessen! – Mindeststandards beim Tierschutz durchsetzen.

Denn da versündigt sich der Mensch noch immer in unerträglicher Weise an der Kreatur.

Thomas Haselier / Archiv
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