Oldenburg - Mit Schlaglöchern übersäte Straßen; überirdische Leitungen, die immer wieder das Stromnetz zusammenbrechen lassen; oder Zehntausende Schulen, die ihr Wasser noch immer durch Bleirohre bekommen: Dass die US-Infrastruktur marode ist und im Vergleich mit vielen anderen westlichen Industrieländern, auch Deutschland, hinterherhinkt, steht außer Frage.
Auch die oppositionellen Republikaner streiten nicht ab, dass etwas passieren muss. Das Problem ist vielmehr das „Wie“, insbesondere die Finanzierung. Denn US-Präsident Biden setzt dazu vor allem auf Steuererhöhungen – ein rotes Tuch für viele Konservative in den USA, die seit der Ära von Ronald Reagan vor 40 Jahren geprägt sind vom Mantra des schlanken Staates und der niedrigen Steuern. Es erscheint fraglich, dass Biden genügend Republikaner findet, die bereit sind, diesen ideologischen und fiskalischen Graben zu überspringen
