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NWZonline.de Nachrichten Politik Meinung

Miteinander reden

24.11.2018

Oldenburg Am Freitag gab es bei der Bahn mal wieder eine hochrangig besetzte Sitzung, bei der Verbesserungen bei dem angeschlagenen Schienenbetrieb besprochen werden sollten. Der herausdringende Tenor: Es ist frisches Geld und deutlich mehr Personal im Zulauf.

Natürlich wurde der große Plan begleitet von noch viel grundsätzlicheren Verbesserungsideen aus dem politischen Raum. Etwa: Die Grünen schlugen die Zerschlagung der Bahn vor – in eine komplett vom Konzern unabhängige Netzsparte und den Schienenbetrieb.

Klar, angesichts der vielen Probleme an Trassen, Oberleitungen, Weichen, Bahnhöfen, rollendem Material und Fahrbetrieb kann man darauf kommen, die Dinge grundsätzlich anzugehen. Aber: Wirklich neu ist die Idee von der kompletten Trennung von Netz und Betrieb ja nicht gerade. Es ist auch weiterhin nicht leicht, einen Staat zu finden, in dem das vorbildlich funktioniert – vor allem aus Sicht der Reisenden und der Mitarbeiter.

Aber klar: Trennung verheißt zunächst einmal Effizienz – wie damals, als ein Börsengang der Bahn vorbereitet wurde und zur Schönung der Zahlen vieles kaputtgespart wurde.

Tatsächlich dürfte die Lösung nicht im Trennen von Bahn-Sparten liegen, sondern im Zusammenrücken der vielen Bereiche – die ja alle ein Wörtchen mitreden wollen, wenn es um Planung, Bauprojekte, den Betrieb oder Notfälle geht.

Ziel sollte eine Bahn „aus einer Hand“ sein, mit zentral und in den Regionen installierten Ansprechpartnern, die direkten, schnellen Zugriff auf alle Bahn-Bereiche haben, ohne Status-Grenzen. Viele Alltagsprobleme der Bahn lassen sich ganz gut lösen. Man müsste nur miteinander reden.

Rüdiger zu Klampen
Redaktionsleitung
Wirtschaftsredaktion
Tel:
0441 9988 2040

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