Oldenburg - Der Einstieg in den Ausstieg aus der Quasi-Einstellung des Lebens in Deutschland ist fällig. Vorsichtig. Mit Maß. Aber auch deutlich und entschlossen. Anderenfalls könnte es geschehen, dass zwar das Virus „besiegt“ wird, jedoch darüber hinaus nichts mehr übrig ist, dem dieser „Sieg“ etwas nützt. Gemeint ist damit die Wirtschaft.
„Wirtschaft“ ist keineswegs eine anonyme, verzichtbare, vom Menschen entfremdete Veranstaltung. Sie ist der Prozess, in dem er seinen Lebensunterhalt verdient und damit seine Lebensgrundlage schafft. Wirtschaft ist sicher nicht alles. Aber alles ist nichts ohne funktionierende Wirtschaft – und der geht es schlecht.
Weltweit droht Branchen und ganzen Volkswirtschaften der Kollaps. In Deutschland verhindert der Staat per Kurzarbeit, Finanzspritze und Notkredit unmittelbare Zusammenbrüche. Nur – wird das so bleiben? Zu welchem Preis? Abgerechnet wird schließlich erst am Schluss. Werden die dafür auflaufenden Schulden und die damit einhergehende Geldvermehrung am Ende nicht noch übleren Schaden anrichten, als es ohnehin schon der Fall ist? Und auf der Ebene des täglichen Lebens: Warum darf der Fachhändler in der Innenstadt nicht öffnen? Märkte vor der Stadt verkaufen unterdessen völlig legal genau das, was er auch im Sortiment hat. Da zeigt staatliche Kommandowirtschaft, dass sie unerwünschte Resultate produziert.
Also: Fahrt die Wirtschaft wieder hoch! Es gibt Schutzmaßnahmen, die greifen auch dann. Isoliert Infizierte und Risikogruppen konsequent und testet auf Teufel komm raus! Aber lasst den Rest wieder arbeiten, Geld verdienen und Werte schöpfen!
Wertschöpfung ist im Übrigen genau das, was am Ende des Tages gebraucht wird, um sowohl die Schäden an der Volkswirtschaft auszubessern, als auch die Lasten, die der Staat gegenwärtig auftürmt, wieder zu mindern. Das Drucken von Staatsanleihen und die Sprengung der EZB-Schleusentore sind es nicht.
