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NWZonline.de Nachrichten Politik Meinung

Schutzlos

06.02.2019

Oldenburg Wer den lang ersehnten Urlaub in warmen Mittelmeerländern direkt bei der Fluggesellschaft Germania gebucht hat, kann sein Geld abschreiben und muss den Urlaub neu organisieren. Einen Schutz für Direktkunden gegen eine Insolvenz gibt es nicht. Aber nicht nur die Zehntausende von Direktbuchern zählen zu den Verlierern. Auch die 1000 Mitarbeiter und Regionalflughäfen wie Bremen und Münster, von denen aus Germania ihre Flugziele im Mittelmeerraum und Mittleren Osten angesteuert hat, werden die Folgen der Insolvenz durch ausgefallene Start- und Landegebühren sowie sinkende Passagierzahlen zu spüren bekommen.

Die Germania-Pleite wirft ein weiteres Mal, nach Air Berlin, ein Licht auf den hart umkämpften Flugreisemarkt. Eine knappe Kalkulation der Ticketpreise hat trotz hoher Auslastung der Maschinen in Verbindung mit erhöhtem Reparaturaufwand und gestiegenen Kerosinpreisen zu der finanziellen Schieflage geführt. Die Kunden, die dank der Konkurrenz unter Fluggesellschaften mit niedrigen Ticketpreisen rechnen konnten, werden künftig mit steigenden Preisen rechnen müssen.

Hinter dem Geschäftsmodell von Fluggesellschaften wie Germania oder Air Berlin steht ein großes Fragezeichen. Klar, Germania hätte sich gegen den Anstieg der Kerosinpreise absichern können, aber auch solche Verträge sind kostspielig und beeinflussen den Ticketpreis.

Den Verbrauchern bleibt im Moment nur die Buchung über einen Reiseveranstalter. Jede Direktbuchung bei einer Fluggesellschaft beinhaltet Risiken. Was fehlt wäre ein Insolvenzschutz für Fluggäste oder eine Versicherung für Ticketkauf. Dafür muss sich die Bundesregierung nun rasch einsetzen und nachholen, was sie nach der Air-Berlin-Pleite 2017 versäumte. Zeit dafür wäre gewesen.

Hans Begerow Leitung / Politik/Region
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