Oldenburg - Die ersten 100 Tage Amtszeit Joe Bidens haben gezeigt, wie der US-Präsident das Land einen will: ohne Krawall, aber höchst effektiv. So wandelten sich die USA unter dem 78-Jährigen vom Corona-Sorgenkind zum Musterschüler in Sachen Covid-19-Impfungen. Zudem hat Biden dafür gesorgt, dass viele notleidende Menschen einige Hundert Dollar auf ihr Konto überwiesen bekamen. So weit die Akut-Medizin.
Doch es müssen weitere Mittel verabreicht werden, die langfristig wirken. Vor allem brauchen große Teile der Mittelschicht, in der immer mehr US-Amerikaner verarmen, wieder festen Boden unter den Füßen. Bidens Versuch, das mit riesigen Infrastruktur- und Sozialprogrammen zu erreichen, ist richtig. In den USA muss Bildung für alle möglich sein – nicht nur für junge Menschen, deren Eltern sich das leisten können. Und es müssen sichere Arbeitsplätze entstehen, die den Menschen Planbarkeit ermöglichen. Nur so wird wieder ein festes soziales Fundament entstehen, das die weitere Spaltung des Landes verhindern kann.
