Oldenburg - An diesem Wochenende ergab sich für mich ein interessantes Gespräch mit einem alten Bekannten, der im Handwerk tätig ist. Was er berichtete: Kupfer speziell für seine Zwecke ist in diesem Frühjahr um 90 Prozent teurer geworden!
Das passt haargenau in den verhängnisvollen Allgemeintrend: Im Durchstarte-Modus nach Corona gibt es in der Weltwirtschaft und in vielen Betrieben vor Ort Engpässe an allen Ecken und Enden. Und es gibt nur begrenzte Ausweichmöglichkeiten für die Kunden.
Die Zinsen
Die Entwicklung werden wir bald verstärkt auch an der Teuerungsrate für Verbraucher ablesen können, die ohnehin schon ungewöhnliche „zwei Prozent“ erreicht hat. Es geht aber weiter. Schon ist von baldigen Raten mit einer Vier vor dem Komma die Rede.
Dies dürfte zugleich bedeuten: Auch manche Zinsen werden steigen. Bei Bau-Krediten etwa gibt es bereits Bewegung, Kredite mit einer Null vor dem Komma sind selten geworden. Wer bald eine Finanzierung benötigt, sollte das genau verfolgen.
Trendwende?
Die Entwicklung von Teuerung und Zinsen wird in den kommenden Tagen verstärkt in den Fokus rücken. Die Frage ist vor allem: Ist der Preisauftrieb vorübergehend? Oder müssen wir uns nach Null-Zinsen jetzt auf ganz andere Zeiten einstellen? Tritt die Notenbank rechtzeitig auf die Geld-Bremse?
Das könnte auch ein Thema für den Bundestagswahlkamp werden. Dies will in der Politik allerdings bisher kaum jemand.
