Absurd: Noch bevor das Hilfspaket für Zypern verabschiedet werden kann, sind alle Berechnungen schon Makulatur. Statt acht Milliarden muss das marode Land nun 13 aufbringen. Das dürfte unmöglich sein.
Mit einer Mischung aus Steuererhöhungen und Privatisierungen will Nikosia es nämlich richten. Aber wer will eigentlich Staatsbetriebe kaufen? In Griechenland hat das auch nicht funktioniert. Steuererhöhungen sind ohnehin Gift für eine Volkswirtschaft. Sie würgen die schwache Konjunktur noch weiter ab. Und dann gibt es da noch diese Fragen: Wie weit reicht das Geld von Eurogruppe und IWF eigentlich? Und welche wirtschaftliche Basis soll es für Zypern geben, nachdem es nun keine Steueroase mehr ist?
Zwei Wege aus diesem Sumpf sind denkbar: Zypern bleibt am Tropf der Europäer. Das ginge vor allem auf Kosten des deutschen Steuerzahlers. Oder aber der Inselstaat und seine Banken melden Bankrott an. Letzteres wäre im Sinne einer freien Marktwirtschaft, in der die Akteure auch die Folgen ihres Handelns tragen müssen.
