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Aktualisiert vor 4 Minuten.

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NWZonline.de Nachrichten Politik Meinung

Spielzeugpistolen in der Schultüte?

06.07.2018

Schwerdtfeger: Selbst entscheiden

Autor dieses Beitrages ist Tobias Schwerdtfeger.

Das Problem ist doch gar nicht, dass Lidl in seinem Prospekt dafür wirbt, Erstklässlern eine Spielzeugpistole in die Schultüte zu packen. Was natürlich eine unglaubliche dumme Idee wäre, ohne jede Frage. Es geht vielmehr um die Frage, wie wir unser Zusammenleben in der Gesellschaft arrangieren wollen.

Wenn wir alles, was uns irgendwie gegen den Strich geht – vielleicht auch aus nachvollziehbaren Gründen – verbieten lassen wollen, dann aber Gute Nacht. Heute die Spielzeugpistolen im Lebensmittelprospekt, morgen den gesamten Prospekt. Ach was, am besten gehört der gesamte Discounter aus moralischen Erwägungen gleich geschlossen.

Werbung ist kommerzielle Kommunikation – und damit auch von der Verfassung als ein Teil des Grundrechts auf Meinungsfreiheit geschützt. Jeder noch so kleine Eingriff will also bestens abgewogen sein.

Zudem sorgt mich das Menschenbild dieser Verbots-Meier zutiefst. Man sollte den Eltern die Kompetenz zugestehen, eine blöde Werbebotschaft auch als solche identifizieren zu können.

Alles andere wäre betreutes Denken. Und damit ist auf Dauer noch niemand gut gefahren.

Krick: Massive Störung

Autor dieses Beitrages ist Denis Krick.

Die Erinnerungen an meine Grundschulzeit sind noch sehr lebendig. Meine Kumpels und ich spielten am liebsten Cowboys und Indianer im Garten meiner Großeltern. Oder „Raumschiff Enterprise“. Und natürlich hatten wir dabei Spielzeugwaffen in der Hand – oder zumindest einen Stock, der in unserer Fantasie als Gewehr herhalten musste.

An solchen Rollenspielen ist auch heute nichts auszusetzen. Denn Kinder können durchaus zwischen Spiel und Realität unterscheiden. Ich habe also nichts dagegen, dass die lieben Kleinen sich gegenseitig „totschießen“.

Ich habe aber etwas dagegen, dass Spielzeugwaffen in der Schultüte von Erstklässlern landen. Und zwar aus nur einem Grund: Es stört massiv den Unterricht.

Das hat nichts mit „richtiger“ Erziehung zu tun, sondern liegt einfach in der Natur des Kindes. Die Knarre wird auch im Unterricht gezogen werden. Leidtragende sind dann die Lehrer, denen die Arbeit durch die entstehenden “Kriegszustände“ noch schwerer gemacht wird, als sie ohnehin schon ist.

Wenn Eltern wollen, dass ihre Kinder sich von Beginn an im Unterricht konzentrieren können, dann sollten sie auf Spielzeugwaffen in der Schultüte verzichten.

Tobias Schwerdtfeger Leitung / Regionalredaktion
Rufen Sie mich an:
0441 9988 2050
Denis Krick Redaktionsleitung / Online-Redaktion
Rufen Sie mich an:
0441 9988 2150
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