Soviel ist klar: Nie war der PC im Lebensalltag der Menschen so allgegenwärtig wie heute.
Vor diesem Hintergrund mutet seltsam an, dass Marktanalysten plötzlich nie dagewesene Einbrüche auf dem Markt für Personal Computer vermelden. Minus 14 Prozent bei Desktop-PC und Notebooks im ersten Quartal: Einen tieferen Absturz hat es seit Beginn der Datenerhebungen vor fast 20 Jahren nicht gegeben.
Branchenkenner mutmaßen, dass das neue PC-Betriebssystem Windows 8 ursächlich oder zumindest mitverantwortlich sein könnte für den Umsatzeinbruch. Die neue Benutzeroberfläche von Microsoft verschreckt viele Anwender, weil vertraute Funktionen fehlen.
Wahrscheinlicher hingegen ist, dass der klassische PC für den privaten Nutzer zum Auslaufmodell wird, weil Tablets und leistungsstarke Smartphones attraktive Alternativen darstellen. Der typische PC wird als Werkzeug nur noch in der Arbeitswelt präsent bleiben. Da Firmen jedoch leistungsfähige Hardware seltener austauschen, schwächelt der Absatz auch auf diesem Teilmarkt.
