Die Rente ist sicher. Die Zweifel an der Garantie des früheren Bundesarbeitsministers Norbert Blüm zu Bonner Regierungszeiten sind heute größer denn je. Natürlich müssen sich die Beitragszahler nicht sorgen, dass sie leer ausgehen. Doch die Kurve des Rentenniveaus zeigt nach unten. Künftig wird es sich in immer niedrigere Regionen bewegen und das Ausmaß an Altersarmut deutlich erhöhen. Die Jugend von heute und morgen wird künftig mehr in die Rentenkasse einzahlen müssen, aber selbst im Alter weniger bekommen.

Die demografische Entwicklung sorgt dafür, dass es in den nächsten Jahren immer weniger Beschäftigte, aber immer mehr Rentner geben wird. Da ist es gut, wenn sich der politische Nachwuchs Gedanken darüber macht, wie man den sozialen Sprengstoff entschärfen und die sozialen Sicherungssysteme für die Zukunft wappnen kann.

Es ist höchste Zeit, dass das Thema Altersversorgung ganz oben auf die politische Tagesordnung kommt. Mit der Rente mit 63 hat die Große Koalition zu Beginn der Wahlperiode ein falsches Signal gegeben. Dass sie jetzt vor dem Superwahljahr 2017 noch die Kraft und den Willen zu einer großen Reform zeigen wird, ist allerdings mehr als unwahrscheinlich. So wird das Problem weiter auf die lange Bank geschoben.