Mauricio Macri verspricht Argentinien einen epochalen Wandel: weg von der staatlich gelenkten Wirtschaftspolitik der Peronisten. So will der neue Präsident eine epochale Aufgabe lösen: die Finanzkrise von Lateinamerikas drittstärkster Wirtschaft.
Argentinien gilt technisch als zahlungsunfähig, das Haushaltsdefizit ist enorm, die Inflation bereits zweistellig. All das will der Unternehmer Macri, Sprössling einer der reichsten Familien des Landes und selbst Multimillionär, nun richten. Doch wie – das konnte er im Wahlkampf nicht erklären. Und ihm bleibt wenig Zeit, das zu klären.
Denn wenn Macri die Hoffnungen enttäuscht, wenn er die Schulden des Staates auf Kosten der Bevölkerung begleicht, werden sich die Peronisten schnell wieder in Stellung bringen – diesmal mit einem populäreren Kandidaten als Daniel Scioli. Denn bei der nächsten Wahl darf die scheidende Präsidentin wieder antreten. Und dann gebe es keine neue Epoche, sondern eine zweite „Ära Kirchner“.
