Die Vorschläge für eine Hartz-IV-Reform gehen in die richtige Richtung. Das Wehgeschrei einiger Wohlfahrtsverbände ist schlicht populistisch.
Es ist richtig, wenn das System entschlackt wird. Bisher sind die Hartz-IV-Regeln eine Art Arbeitsbeschaffungsmaßnahme für Rechtsanwälte, mehr Transparenz wäre dringend notwendig. Es ist ebenfalls richtig, wenn sinnlose Umzüge durch neue Regeln verhindert werden. Überaus sinnvoll ist es, nachlässige Hartz-IV-Empfänger, die ihre Termine bei der Agentur notorisch vernachlässigen, durch Streichung der Leistungen nachhaltiger zu motivieren. Beratungs-, Qualifizierungs-, und Jobangebote können noch so umfangreich sein – wenn die Adressaten nicht auftauchen, laufen diese Hilfen ins Leere. Sie werden im Übrigen von hart arbeitenden Steuerzahlern finanziert. Wer davon profitiert, hat die Pflicht, mitzuarbeiten – damit er wieder auf eigenen Beinen stehen kann und dann seinerseits einen Beitrag zur Solidargemeinschaft leistet.
