Das Finanzministertreffen von Riga hat keinen Durchbruch gebracht. Doch hat der griechische Kassenwart Gianis Varoufakis von seinen europäischen Amtskollegen eine deutliche Lektion erteilt bekommen – ein unmissverständliches „So nicht!“
Mag es auch Fortschritte im Detail gegeben haben: Bei den großen Themen bewegt sich bisher nichts. Die Verzögerungstaktik der Regierung in Athen bei den Verhandlungen über das Reformprogramm und die Voraussetzungen für die Auszahlung der verbleibenden Milliarden grenzt schon an Sabotage. Bewegen sich Alexis Tsipras und Varoufakis nicht, werden die Europäer früher oder später zu dem Ergebnis kommen müssen, dass alles getan ist.
Die griechische Regierung sollte nun allmählich wissen, was für ihr Land auf dem Spiel steht. Für die Griechen wäre ein Euro-Aus eine große politische und wirtschaftliche Katastrophe. Für die Euro-Zone wären die Auswirkungen am Ende wohl zu verkraften.
