Ein Untersuchungsausschuss ist das schärfste Schwert eines Parlaments. Damit spielt man nicht. CDU und FDP im Landtag sind daher gut beraten, den beantragten Untersuchungsausschuss zu islamistischen und salafistischen Umtrieben in Niedersachsen entsprechend ernsthaft zu nutzen. Für Aufklärung. Und nicht zu Wahlkampfzwecken angesichts der kommenden Kommunalwahlen.

Die islamistische Bedrohung auch in Niedersachsen ist viel zu virulent, um das Thema zu kurzfristigen taktischen Spielchen zu missbrauchen.

Tatsächlich gibt es einiges aufzuklären: Die Hintergründe des blutigen Attentats von Hannover auf einen Bundespolizisten ebenso wie die erschreckende Konzentration islamistischer und salafistischer Zentren auf wenige Regionen. Warum genau dort? Wird zu wenig in Moscheen hineingesehen? Muss die Arbeit des Verfassungsschutzes verstärkt werden? Reichen bisherige Datensammlungen? Wer hat versagt? Man darf auf die Antworten gespannt sein.