Hannover - Mauern, Gitter, Stacheldraht“, lautet der Titel einer Ausstellung, die noch bis kommenden Freitag, 23. Juni, im CDU-Fraktionssaal im Niedersächsischen Landtag zu sehen ist. Die Schau, zusammengestellt von der „Union der Opferverbände kommunistischer Gewaltherrschaft“ erinnert anlässlich des 70. Jahrestags des Volksaufstandes in der DDR am 17. Juni 1953 mit mehreren Schautafeln an das Schicksal von politisch Verfolgten in der DDR.
„Ohne Freiheit ist der Frieden nicht viel wert“, sagte Alexander W. Bauersfeld als Vertreter der Opferverbände. Er warnte vor einer Verharmlosung der SED-Diktatur, wie sie aktuellen in diversen Buchveröffentlichungen zu erkennen sei. Zugleich schlug er den Bogen zum Angriff Russlands auf die Ukraine. Bauersfeld forderte die Stadt Hannover auf, den Eintrag von Russlands Präsidenten Wladimir Putin im Goldenen Buch zu tilgen – oder von Kindern übermalen zu lassen. Das war kürzlich in der bayerischen Gemeinde Aying geschehen.
Ursprünglich wollten die Opferverbände die Schau im Foyer des Landtags zeigen. Das lehnte die Landtagsverwaltung aber unter dem Hinweis ab, dass der Verein schon einmal eine Ausstellung zum 17. Juni im Landtag hatte. Grundsätzlich dürfe ein Verein aber nur einmal ausstellen, sagte ein Sprecher von Landtagspräsidentin Hanna Naber (SPD). Darum sprang die CDU ein und stellte ihren Raum zur Verfügung.
