Unter Donald Trump zu arbeiten, gleicht einem Schleudersitz. Dutzende Minister und Mitarbeiter wurden mittlerweile gefeuert oder sind freiwillig gegangen – dabei ist gerade erst Halbzeit in Trumps Regierungszeit. Und das Ende der Fahnenstange dürfte noch nicht erreicht sein. Jetzt hat es Heimatschutzministerin Kirstjen Nielsen erwischt.

Die Strategie des US-Präsidenten ist ebenso banal wie brutal: Wenn’s nicht läuft, rollen Köpfe. Die Schuld bei sich selbst suchen? Fehlanzeige. So auch in diesem Fall. Weil Trump sein Versprechen, eine Mauer an der Grenze zu Mexiko zu errichten, bisher politisch trotz aller Tricksereien nicht durchsetzen konnte, bekommt nun die für das Thema Einwanderung verantwortliche Ministerin dessen Frust zu spüren. Trump macht sie dafür verantwortlich, dass in den vergangenen Monaten die Zahl der Menschen angestiegen war, die die US-mexikanische Grenze illegal überquerten und festgenommen wurden.

Wie geht es jetzt weiter? Die US-Migrationspolitik wird noch rigoroser gehandhabt werden. In Medienberichten heißt es, Trump habe seinem Berater Stephen Miller die Zuständigkeit über die Einwanderung erteilt. Und natürlich gilt dieser als absoluter Hardliner.

Hermann Gröblinghoff
Hermann Gröblinghoff Politikredaktion (Newsdeskmanager)