Als die Bremer Landesbank im Zuge der Schifffahrtskrise in die schwerste Krise ihre Geschichte stürzte, hatte mancher Beobachter schon das Aus befürchtet. Die nun beschlossene Fusion mit der NordLB bedeutet zwar nicht das Aus, wohl aber einen Schlusspunkt. Die Marke BLB als Hülle bleibt zwar wohl vorerst erhalten, im Innern wird die Bank aber massiv umgekrempelt. Die BLB wird zu nicht viel mehr mehr als einer großen Filiale der NordLB.
Nur Monate nachdem sie die BLB übernommen hatte, hat die NordLB die Zügel in die Hand genommen. Spätestens die 400-Millionen-Euro-Kapitalspritze, mit der sie die BLB kürzlich stützen musste, dürften die Verantwortlichen in Hannover zu diesem massiven Schritt bewogen haben.
Aus regionaler Sicht bleibt zu hoffen, dass der Standort Oldenburg, möglichst viele Mitarbeiter und damit Know-how vor Ort erhalten bleiben. Denn die Beschäftigten können am wenigsten dafür, dass im Management über Jahre zu massiv und leichtgläubig auf Schiffe gesetzt wurde.
