Lange hat es gedauert, doch nun sollen Lebensmittel mit „Fehlern“ den Weg in Regale im Handel finden. Jüngstes positives Beispiel ist Penny. Der Discounter möchte ab kommenden Montag auch Obst und Gemüse mit Form- und Farbfehlern verkaufen.

Man fragt sich allerdings, warum diese Entscheidung nicht schon früher getroffen wurde, bietet sie doch viele Vorteile. Landwirte können größere Mengen zu angemessenen Preisen in den Handel bringen. Vorher blieb nur der Verkauf unter Wert zur industriellen Weiterverarbeitung. Den Verbraucher dürfte es außerdem wenig interessieren, dass eine Möhre krumm gewachsen ist oder eine Zitrone grüne Flecken hat. Denn so viel steht fest: Die Produkte sind qualitativ und geschmacklich nicht schlechter als diejenigen, die sonst in den Lebensmittelregalen zu finden sind. Bleibt zu hoffen, dass das Beispiel von Penny Schule macht, denn das dürfte sowohl Verbraucherschützern und Landwirten als auch Verbrauchern schmecken.

Sabrina Wendt
Sabrina Wendt Thementeam Wirtschaft