Die Bundeswehr nur bedingt einsatzfähig – und das nicht daheim beim Manöver auf dem Truppenübungsplatz, sondern im heißen Wüstensand von Mali. Die Soldatinnen und Soldaten sind Teil der gefährlichsten Mission der Vereinten Nationen. Doch fehlt es an Personal, der notwendigen Ausrüstung und Ersatzteilen. Hubschrauber müssen am Boden bleiben, Drohnen funktionieren nicht, Fahrzeuge sind defekt. Probleme, die für die Einsatzkräfte lebensgefährlich sind.
Wer mehr außen- und sicherheitspolitische Verantwortung übernehmen will und die Truppe an immer mehr Krisenherden einsetzt, muss auch dafür Sorge tragen, dass sie perfekte Voraussetzungen hat. Anspruch und Wirklichkeit klaffen noch weit auseinander. Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen sollte hier schnell handeln und Abhilfe schaffen. Schließlich geht es um das Leben der deutschen Soldatinnen und Soldaten, das sie dort riskieren.
