Die großen Wirtschaftsforschungsinstitute haben für das laufende Jahr ein Wachstum des Bruttoinlandsproduktes (BIP) von 0,8 Prozent prognostiziert – und für 2014 sogar 1,9 Prozent. Schön wär’s. Die Frage ist, wie stichhaltig diese Prognose ist – oder überhaupt sein kann. Denn die Rahmenbedingungen sind unklar.

Es ist ja alles andere als sicher, dass die europäischen Nachbarstaaten – als wichtigste Handelspartner – in nächster Zeit die Krise hinter sich lassen. Ihre Nachfrage wird angesichts hoher Arbeitslosenzahlen eher schwach bleiben. Wann sie das Tal endlich durchschritten haben werden, bleibt abzuwarten.

Entscheidend für das Wirtschaftswachstum in Deutschland wird letztlich aber sein, wie sich die Weltwirtschaft entwickelt. Man muss einfach notorischer Optimist sein, um anzunehmen, dass der alte Schwung ohne Weiteres zurückkehrt, angesichts vieler ungelöster Probleme, vor allem der Schulden. Aber ausgeschlossen ist es nicht.

Rüdiger zu Klampen
Rüdiger zu Klampen Wirtschaftsredaktion (Ltg.)