Der NPD geht das Geld aus. Sie ist nicht mehr in der Lage, ihre Mitarbeiter zu bezahlen. An der Spitze der Rechtspartei ist ein Machtkampf zwischen dem Vorsitzenden Holger Apfel und seinem Vorgänger Udo Voigt ausgebrochen, die sich gegenseitig vorwerfen, die Partei zu ruinieren. Dabei kann man ihnen nur viel Erfolg wünschen.

Dass die NPD mit ihren fremdenfeindlichen Zielen besser heute als morgen verschwinden sollte, ist Konsens unter Demokraten. Fragt sich nur wie. Der Versuch, die Partei verbieten zu lassen, ist 2003 schon einmal gescheitert. Der vom Bundesrat gestartete zweite Anlauf birgt das Risiko einer weiteren Niederlage vor dem Verfassungsgericht.

Die sich abzeichnende Selbstzerstörung NPD eröffnet eine neue Perspektive: Pleite statt Verbot – das hätte was. Es wäre der elegantere, der bessere Weg. Doch das allein reicht nicht. Rechtsextremes Gedankengut ist in Teilen des Landes wieder salonfähig geworden. Hier gegenzusteuern ist noch wichtiger als ein Verschwinden der NPD.