Wieder eine Porto-Erhöhung. Doch diese ist schon ein starkes Stück. Briefe werden um fast 30 Prozent teurer. Die Deutsche Post kann sich vor allem bei Wirtschaftsminister Peter Altmaier dafür bedanken, dass sie künftig 90 Cent pro Brief kassieren wird. Wäre es nach der zuständigen Bundesnetzagentur gegangen, hätte es nur eine deutlich geringere Anhebung gegeben. Doch die Intervention der Bundesregierung macht es möglich, dass das Briefporto kräftig steigt.

Es ist das unrühmliche Ende eines langen Streits, in dem der Konzern sogar mit Stellenabbau gedroht hatte. Der Bund als Anteilseigner über die Förderbank KfW – ihm gehört immer noch ein Fünftel der Post AG – reagierte. Schließlich kassiert er bei der Preiserhöhung gleich mit. Bei immer noch knapp 13 Milliarden Briefen pro Jahr kommt da beim Konzern schon etwas zusammen. Aktionäre wie der Bund können sich über einen Bonus freuen. Vor allem die Privatkunden müssen künftig tiefer in die Tasche greifen.