Raketen gehen in Stellung. Nordkorea droht mit einem Atomschlag. Iran nimmt neue Atomanlagen in Betrieb, die nur dazu dienen, den Griff nach der Bombe zu vollenden. Beide Länder sind aggressive Diktaturen, denen niemand Einhalt gebietet. Dafür gibt es zwei Gründe: die außenpolitische Trägheit des US-Präsidenten Barack Obama und schwere Fehler seines Vorgängers.
Bush junior hat seine Kriege – man muss es so deutlich sagen – gegen die falschen Gegner geführt. Irak und Afghanistan waren nicht halb so große Bedrohungen, wie es Iran und Nordkorea heute sind. Damals hätte man ihre Nuklearkapazitäten leicht zerschlagen können, heute ist das ungleich schwerer. Obama lässt die Schurken in Pjöngjang und Teheran nun weitgehend gewähren. Er ist mit Innenpolitik befasst. Dabei liegt es im Interesse aller, die atomaren Fantasien Irans und Nordkoreas zu beenden. Es würde schließlich auch niemand einem notorischen Kriminellen erlauben, mit einer geladenen Pistole herumzuspielen.
