Vor 40 Jahren, im Oktober 1977, schockte die Entführung der Lufthansa-Maschine „Landshut“ die Welt. Palästinensische Terroristen wollten damit die Freipressung deutscher RAF-Terroristen bewirken. Die Spezialeinheit GSG-9 des Bundesgrenzschutzes (heute Bundespolizei) stürmte die Maschine, alle Geiseln wurden unversehrt befreit, drei Terroristen starben. Kurios: Die „Landshut“ wurde nach ihrer Zeit bei der Lufthansa (bis 1985) noch Jahrzehnte genutzt, zuletzt als Frachtflugzeug. Jetzt verwittert sie auf einem brasilianischen Flugplatz.

Ob die Boeing 737 im Haus der Geschichte in Bonn oder im Deutschen Historischen Museum in Berlin ausgestellt werden kann? Technisch ist das denkbar. Die Maschine müsste zerlegt und nach Deutschland transportiert werden. Besucher könnten die dramatischen Stunden zumindest nachempfinden. Freilich ist die „Landshut“ mehrfach umgebaut worden. Der teure Erinnerungsort wäre zwar außen original, im Innern aber nicht. Und welches Gefühl beschleicht einen bei der Besichtigung, wenn man weiß, dass in den vorderen Sitzreihen der tapfere Flugkapitän Jürgen Schumann ermordet wurde?